ABC des Erfolgs in der Gastronomie
Gute Restaurants scheinen wie von selbst zu laufen. Daher
trügt oft der Schein, dass auch die Führung eines Restaurants
leicht von der Hand geht. Inhaber eines Restaurants zu sein,
wird immer wieder von utopischen Vorstellungen der einzelnen
begleitet. Darum scheitern auch viele Anfänger, aber auch
alteingesessene.
Doch warum scheitern viele?
- Zu wenig Erfahrung und Wissen. Zu oft
wird der Fehler gemacht, sich einzubilden, dass ein „guter
Hobbykoch“ auch ein Restaurant führen oder betreiben kann.
Hauswirtschaft wird allzu oft mit Gastronomie in Einklang
gebracht. Das ist auch der Grund, warum viele ungelernte
Arbeitskräfte akzeptiert werden. Auch viele ausgebildete
Arbeitskräfte können Ihr „Gelerntes“ nicht mehr in die Tat
umsetzen. Selbst „alteingesessenen“ fehlt das
Hintergrundwissen, damit Sie Ihre Erfahrungen einordnen
können, um sich auf viele Änderungen einzustellen. Nicht
alles was heute funktioniert, muss auch in den nächsten
Jahren gut laufen. Wichtig ist zu wissen, warum es
funktioniert und wie kann ich es den sich stets ändernden
Bedürfnissen der Kundschaft anpassen? Nicht zu vergessen
sind die gesundheitlichen Gefahren, die in einem dem
Gastronomiebetrieb einhergehen, wie geringe
Lebenserwartung, Alkoholprobleme, Nachtarbeit, lange
Arbeitszeiten …usw.
- Festlegung auf einen guten Standort.
Es ist zwar richtig, dass viele Gastro-Konzepte nur in
bestimmten Standorten wie Bahnhöfe, Fußgängerzonen oder
Einkaufszentren funktionieren, Allerdings sollte bei
anderen Konzepten diese Frage erstmals zweitranging sein,
denn die Pächter dieser Standorte, lassen sich die Lage
sehr teuer erkaufen.
- Schlechtes oder gar kein Marketing.
Oft wird mit viel Liebe zum Detail, der Gastraum auf
Vordermann gebracht. Dabei wird, unter anderem ein
großer Teil der finanziellen Reserven verbraucht. Wie
Kündigt man eine Eröffnung an? Mit einem Zeitungsinserat,
welches nur die wenigsten beachten. Wichtig ist vor allem
ein Marketingkonzept, welches auch nachhaltig ist. Sprich,
von dem Sie auch noch Monate nach der Schaltung
profitieren können. Auch spielt hier die Flexibilität eine
große Rolle. Das Marketing-Konzept muss sich Ihnen
anpassen und nicht umgekehrt. www.wasleckereszuessen.de
ist ein solches nachhaltiges und flexibles
Werbe-Konzept.
- Schlecht ausgebildete Mitarbeiter.
Selbst Mitarbeiter mit der nötigen Branchenerfahrung
benötigen Zeit, um sich auf ein neues Konzept bzw.
Objekt einzustellen. Ob es sich nun um die Arbeitsabläufe
oder das Sortiment bzw. das Angebot handelt, sollte man
den Mitarbeitern genügend Geduld entgegen bringen, damit
sie lernen und auch eventuell einiges verbessern können.
Die hier „verbrauchten“ personellen und finanziellen
Reserven, sollte man nicht unterschätzen, da diese unter
Umständen auch mehrere Tausend oder Zehntausend Euro
schnell verschlingen kann. Allzu oft ist dies nicht im
Budget eingeplant, genauso wenig wie die laufenden Kosten
für die Ausbildung und das Training der Mitarbeiter.
- Schlechter Business-Plan. Der hohe
Finanzbedarf wird allzu oft von unerfahrenen oder
schlecht vorbereiteten Gründern unterschätzt. Meistens
werden in dem Businessplan nur die Investitionsgüter
finanziert, während der Kapitalbedarf für
Betriebsmittel (Fleisch…etc.), Fixkosten (Miete,
Mitarbeiter…, alles feste Kosten) und das
Umlaufkapital (Geld auf der Bank und in der Kasse)
nicht eingeplant bzw. unterschätzt werden. Hinzu
kommt noch das die Firmenkundenberater, welche die
jeweiligen Förderprogramme anbieten, selbst keine
Ahnung von der Branche und ihren Tücken haben. Man
darf nicht vergessen, dass die Haushaltsgeräte in
keinster Weise, sich mit den professionellen Geräten
vergleichen lassen, weder im Preis noch in der
Funktion. Der Preis für ein professionelles Gerät
liegt meist über den zu erwartenden Kosten. Auch
darf man nicht gleich erwarten, dass man mit der
Eröffnung schwarze Zahlen schreibt. Die
Marketingkosten, die für eine erfolgreiche Eröffnung
und für den Fortbestand des Konzeptes dürfen nicht
unterschätz werden. Vergessen Sie nicht, das Sie auch
von etwas Leben müssen.
- Utopische Vorstellungen von den Aufwendungen
und den Einnahmen. Ratsam wäre ein Gespräch mit
einem branchenerfahrenen Menschen. Wichtig ist, ob die
Plan-Gewinn- und Verlustrechnung realisierbar ist. Wie
viele Speisen sollten täglich serviert werden? Wie hoch
ist der Durchschnittsbon? Wie hoch ist der Wareneinsatz?
Wie hoch sind die geschätzten Fixkosten?
- Widersprüchlicher Führungsstil. Ein
Chef sollt von Anfang an eine respektvolle Distanz zu
seinen Arbeiternehmern aufbauen. Vergessen Sie nicht, so
wie Sie sich verhalten, so verhalten sich auchIhre
Angestellten. Es nützt wenig etwas zu predigen, ohne es
selber umzusetzen. Sie dürfen weder Wutausfälle bekommen,
noch sich mit Ihren Angestellten verbrüdern. Allerdings
sollten Sie Ihre Mitarbeiter auch für voll nehmen. Das
bedeutet, Ihre Meinungen und kritische Äußerungen ernst
nehmen, und diese auch dazu ermuntern.
- Ungenügendes oder gar kein
Qualitätsmanagement. Hat ein Unternehmen erstmals
die Anlaufphase überstanden, gehen viele Gründer her und
ziehen sich zunehmend aus dem Objekt zurück, um eventuell
weitere Geschäfte zu eröffnen. Hier besteht die Gefahr,
dass die Qualität (Sauberkeit, Essen, Freundlichkeit…)
leidet bzw. von den Mitarbeitern vernachlässigt wird. „Ist
die Katze erst mal aus dem Haus, tanzen die Mäuse“. Wenn
sich der Gründer zeitlich nicht mehr ausreichend um das
Objekt kümmern kann, sollte eine Hierarchie angestrebt
werden. Ein Geschäftsführer oder leitender Angestellter
wäre hier von Nöten. Die Mitarbeiter sollten von Anfang an
auf Qualität geschult werden. Dabei dürfen Sie keine
Kompromisse eingehen. Denn ohne Qualität sind Sie nur ein
Gastronom von vielen anderen. Der Kunde verliert den Reiz
zu Ihnen zu kommen.
So stellt sich der Erfolg ein
Wichtig!!! Es besteht ein starker Zusammenhang
zwischen der Kundenzufriedenheit und der Zufriedenheit der
Angestellten!!!
Behandeln Sie Ihre Gäste und Mitarbeiter so, wie
Sie gerne behandelt werden möchten!!!
- Ihr Konzept sollte den anderen immer voraus sein. Das
bedeutet anders oder besser sein als die anderen.
- Ihre Mitarbeiter sollten immer freundlich und gepflegt
auftreten. Bitte denken Sie daran: Freundlichkeit kann man
nicht erziehen. Achten Sie bitte schon bei der Einstellung
darauf.
- Ihre Gäste sollen immer das Gefühl haben, bei Ihnen
Willkommen zu sein.
- Ihr Koch oder Küchenchef sollte gut kochen können,
sauber sein, und kostenbewusst arbeiten.
- Sie sollten Ihren Gästen zuhören und auf die Gestiken
und Mimiken Ihrer Gäste achten. Nur so können Sie sehen,
ob der Gast wirklich zufrieden ist.
- Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter mit Respekt und
Würde.
- Lassen Sie den Kunden nicht allzu lange auf sein Essen
warten.
Absolutes No-Go im Umgangs mit Ihren Gästen
- Ihr Service sollte unter keinen Umständen einfach so
anfangen, auf Teufel komm raus, zu plappern, ohne
nachzudenken.
- Ihr Service sollte sich nie in Gespräche einmischen,
ohne vorher gefragt zu werden.
- Die Bestellannahme wird zum falschen Zeitpunkt
gewählt. Sie sollten dem Gast Zeit geben, sich erstmals
Ihr Angebot anzuschauen, um eventuell ein teureres Essen
zu verkaufen.
- Kurz nach dem ersten Bissen, wird der Gast belästigt,
mit den Worten: Und schmeckt`s ? Besser ist, wenn Sie ihn
fragen, ob alles zu seiner Zufriedenheit ist, und ob er
noch etwas wünsche.
- Auch nach dem Essen, sollte der Gast anständig und
freundlich bedient bzw. verabschiedet werden, denn der
letzte Eindruck bleibt meistens in den Köpfen hängen.
- Das Geschirr usw. wird zu langsam oder zu schnell
abgeräumt. Kulturelle Unterschiede machen es hier den
Servicekräften nicht einfach, die Wünsche der Gäste zu
erkennen. Hier sollten Sie auf die Gestik oder Mimik
achten oder einfach mal nachfragen, ob der Gast das
wünscht.
- Gäste nach dem Essen oder abräumen des Geschirrs
vernachlässigen. Viele Gäste wollen schnell zahlen. Oft
wird der unbewusste Fehler von Servicekräften gemacht,
sich eher auf neue Gäste zu konzentrieren.
- Sich mit dem Rücken zum Gast stellen und dabei mit
Kollegen quatschen. Der Gast sollte immer das Gefühl
haben, dass er schnell bedient wird, daher sollten Sie
Ihre Gäste immer im Blick haben, um Gestiken schnell zu
erkennen, um darauf zu reagieren.